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Feinkost Käfer – Die Geschichte eines Delikatessen-Imperiums

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Die Traditionsmarke „Feinkost Käfer“ steht für höchste Qualität und innovative Delikatessen aus aller Welt. Der Beginn dieser Erfolgsgeschichte findet sich im Jahr 1930, als das Ehepaar Käfer Ihr erstes Ladengeschäft in München eröffnete. Seit diesen bescheidenen Anfängen hat sich einiges getan. Inzwischen erzielt die Marke einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro und steht für ein weltweit operierendes Delikatessen-Imperium mit hunderten von Mitarbeitern und Niederlassungen in verschiedenen Ländern.

Die Käfer-Brüder Gerd übernahmen das Delikatessengeschäft von Ihren Eltern und machten daraus einen populären Treffpunkt für Feinschmecker. Gerd legte dabei besonderen Wert auf die Organisation von Partys und Feiern, was sich später zu einem der wichtigsten Geschäftszweige der Firma Käfer entwickeln sollte. Mit seinen opulenten Events traf er genau den Zeitgeist der deutschen Wirtschaftswunderjahre und bekam als ersten Großauftrag die Ausrichtung des Internationalen Juristenkongresses von der Bayerischen Staatskanzlei übertragen.

In den 60er Jahren entwickelten sich die Käfer-Veranstaltungen immer mehr zum Pflichtprogramm für die Münchner Prominenz. Alles was Rang und Namen hatte, wollte nun eine eigene „Käfer-Party“ abhalten. Für den innovationsfreudigen Party-Organisator war es undenkbar, zweimal dasselbe Konzept für Feiern zu verwenden. Somit wurden die Veranstaltungen immer ausgefallener und wurden schließlich in ganz Europa populär. Zu der Kundschaft kamen nun Staatsoberhäupter, Adelige und Prominente aus aller Welt. Amerikanische Präsidenten, europäische Fürsten und sogar Papst Benedikt XVI. ließen sich vom Feinkost-Guru bewirten.

Seit den 70er Jahren sind die Brüder auch auf dem Oktoberfest mit der Käfer-Schänke vertreten. Anfangs im überschaubaren Rahmen mit nur 40 Sitzplätzen, werden heute über 3.000 Gäste bewirtet. Auch dieses Projekt mauserte sich in kürzester Zeit zum beliebten Treffpunkt für Prominente. Künstler, Prominente, Politiker und Prominente des FC Bayern München kamen scharenweise, um sich Brathähnchen und Champagner schmecken zu lassen. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß soll hier die letzte Maß Bier seines Lebens genossen haben, bevor er 1988 an den Folgen eines Herz-Kreislaufversagens starb.

Im selben Jahr wurde auch die Geschäftsleitung auf den Sohn Michael übertragen, der erstmals damit begann, für einzelne Feinkostprodukte Lizenzen zu vergeben. In den 90er Jahren bekam die Firma Käfer den Auftrag, im Deutschen Reichstag die Verpflegung der Parlamentarier und Gäste im Dachgartenrestaurant sicher zu stellen. Ebenso wurden 1999 erstmals Lizenzen für komplette Restaurants an die Allresto GmbH vergeben, die am Münchner Flughafen ein Käfer-Bistro betreibt.

Die Firma Käfer war dabei immer nah am Trend der Zeit und eröffnete bereits im Jahr 2000 einen Online-Shop, als Begriffe wie e-Commerce für viele Unternehmen noch ein Fremdwort waren.

Auch der umtriebige Gerd Käfer selbst blieb nach seinem Rückzug aus den Firmengeschäften nicht untätig und suchte sich immer neue Herausforderungen. Der inzwischen 80-jährige Unternehmer ist weiterhin im Betrieb verschiedener gastronomischer Projekte involviert und brachte sogar eine eigene Modekollektion heraus. Im Jahr 2008 erfüllte er sich mit dem Bau des Kitzbühler Event-Turms einen Lebenstraum. Auf die Frage welche weiteren Projekte er gerne angehen würde antworte Käfer, er würde gern als erster Gastronom eine Party im Weltall feiern.

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