Der Delikatessenblogger

Edle Delikatessen. Und mehr.

Edle Speisepilze

| 1 Kommentar

Weltweit gibt es rund 2.000 verschiedene Pilzsorten, die zum Verzehr geeignet sind. Allerdings zählen nur die wenigsten davon zu den wirklich edlen Speisepilzen. Der folgende Artikel stellt fünf verschiedene Speisepilze vor.

Steinpilz

Gemeiner Steinpilz

Steinpilz – Copyright by Wikipedia/Strobilomyces

Der Gemeine Steinpilz zählt zur Königsklasse unter den deutschen Speisepilzen und lockt jedes Jahr zur Pilzsaison zahlreiche Pilzsammler in die Wälder. Je nach Saison und Verfügbarkeit der Steinpilze können die Preise stark schwanken, ein Kilo kostet ungefähr zwischen 20-40 Euro. Mit einer großen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen sind Steinpilze nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch äußerst gesund. Noch dazu ist der Steinpilz vom Aussehen her nicht mit giftigen Pilzsorten zu verwechseln, was ihn besonders für unerfahrene Pilzsammler attraktiv macht. Steinpilze sind meist an schattigen Stellen zu finden, dort gefällt es ihnen am besten.

Spitzmorchel

Spitzmorchel – Copyright by Wikipedia/Jörg Hempel

Spitzmorcheln sind äußerst beliebte Edelpilze, die in freier Wildbahn für Sammler nur schwer auffindbar sind. Sie sind in der Regel gut getarnt, da sie ihre Farbe der näheren Umgebung anpassen und so mit bloßem Auge oft schwer zu erkennen sind. Erfahrene Sammler wissen jedoch, wo sie die Spitzmorcheln finden können und verfügen auch über die entsprechende Geduld, um diese edlen Speisepilze zu finden. Spitzmorcheln wachsen besonders auf sandigen Böden, an Waldrändern sowie in Gebieten, in denen kürzlich ein Waldbrand stattgefunden hat. Nach einem Waldbrand ist die Spitzmorchel das erste Gewächs, was sich auf der verbrannten Erde wieder ansiedeln kann. Spitzmorcheln sind im Handel sehr teuer, da sie in Deutschland unter Naturschutz stehen und aufwendig importiert werden müssen. 100 g getrocknete Spitzmorcheln kosten zwischen 60 und 130 Euro, je nach Qualitätsstufe.

 Champignon

Champignon-Pilze Copyright by Wikipedia/Ak ccm

Weiße und braune Champignons zählen zu den edlen Speisepilzen. Die sind aber im Handel dennoch zu erschwinglichen Preisen zu erhatlen, da sie in großen Mengen in Pilzkulturen angebaut werden. Die Champignon-Zucht geht auf das 17. Jahrhundert zurück, zu dieser Zeit wurden Champignons bereits von Ludwig XIV. als begehrte Delikatesse geschätzt. Pariser Gärtner entdecken, dass sich Champignons auch züchten ließen und schnell wurden viele Kellergewölbe zu Pilzkulturen umfunktioniert. Während der Champignon also lange Zeit als edle Delikatesse galt und den reichen und vornehmen Gesellschaftsschichten vorbehalten war, wurde er mit der Zeit immer billiger und damit auch für weniger gut betuchte Feinschmecker erschwinglich.

 Austernpilz

Auch der Austernpilz zählt zu den Kulturpilzen und ist unter Feinschmeckern besonders aufgrund seines kräftigen Geschmacks beliebt. Dieser edle Speisepilz ist besonders lecker im Salat mit etwas Rucola oder in einer Gemüsepfanne. In Deutschland ist der Austernpilz auch hin und wieder in Laubwäldern zu finden, im Handel erhältliche Austernpilze sind jedoch in der Regel Zuchtpilze. Angebaut werden die Austernpilze in speziellen Hallen auf Getreidestrohsäcken. Der Vorteil bei den Kulturpilzen ist, dass sie das ganze Jahr über erhältlich sind und auch sehr sauber in den Handel kommen.

Trüffel

Trüffel – Copyright by Wikipedia/Natr

Der Trüffel ist der Rolls Royce unter den edlen Speisepilzen und erzielt im Handel absolute Höchstpreise. Einige Trüffelsorten können auf dem Markt für mehr als 8.000 Euro pro Kilogramm gehandelt werden. Die mit Abstand teuerste Trüffelsorte ist der weiße Trüffel. Da dieser edle Speisepilz derart teuer ist, versuchen Fälscher regelmäßig, billige Pilzsorten als Trüffel auf den Markt zu bringen, die sich äußerlich kaum vom Original unterscheiden. Um diesen Trüffel-Fälschungen vorzubeugen gibt es eine Reihe verschiedener Testmethoden, zur Verifizierung von echten Trüffeln. Dazu zählen etwa ein DNA-Test oder eine mikroskopische Analyse.

Ein Kommentar

  1. Hallo Marcel,

    Ich finde die Steinpilze auch besonders toll vom Geschmack und vorallem, dass sie in unseren Wäldern wachsen. Da kommt auch mein “Jagd- und Sammelinstinkt” wieder hoch wenn Pilzzeit ist. ;)

    Die Champignons kann ich irgendwie nicht mehr als besonders ansehen, weil sie, wie von dir schon erwähnt, in großen Massen gezüchtet werden.

    Trüffel…. mhhhhm *sabber* was soll man dazu noch sagen. Der Geschmack ist einfach einzigartig und sehr fein. Wir gönnen uns ab und zu ein Knöllchen von unserem Delikatessenhändler (natürlich den “günstigeren”). Über Nudeln gehobelt oder im Pesto schmeckt er einfach TOP.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.