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Die 3 teuersten Gewürze der Welt

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Gewürze sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Bereits unsere Vorfahren, die Steinzeitmenschen, verwendeten Kräuter und Pflanzenteil, um ihre Mahlzeiten zu verfeinern. Im Mittelalter wurden Kriege um Handelsrouten geführt und Gewürze waren wirtschaftlich gesehen so wichtig, wie heute das knappe Erdöl. Unvorstellbar, wie fade unsere Mahlzeiten ohne Zutaten wie Pfeffer, Curry oder Chili schmecken würden. Doch was genau ist eigentlich ein Gewürz?

Bei Gewürzen handelt es sich um Pflanzen, die natürliche Geschmacksstoffe enthalten und dadurch zur Verfeinerung von Speisen benutzt werden können. Streng genommen ist daher Speisesalz auch kein Gewürz! Hierbei handelt es sich nicht um eine Pflanze, sondern um einen mineralischen Geschmacksverstärker. Einige Gewürze sind so selten oder aufwendig herzustellen, dass sie zu teilweise astronomischen Preisen gehandelt werden. Die drei teuersten Gewürze der Welt werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Platz 3 –  Kardamom

Mit rund 60 Euro pro Kilogramm ist Kardamom verglichen mit den Spitzenreitern noch recht günstig, jedoch immer noch weitaus teurer als sonstige Gewürze. Kardamom gehört zu der Familie der Ingwergewächse und das Gewürz wird aus der Frucht dieser Pflanzen gewonnen. Hauptsächlich werden diese Gewächse in Indien sowie in Madagaskar angebaut. Das Gewürz verfügt über ein feuriges und pikantes Aroma und spielt besonders in der indischen und arabischen Küche eine wichtige Rolle. Auch zum Verfeinern von Kaffee oder Tee eignet sich dieses Gewürz sehr gut. Kardamom ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich – dem schwarzen sowie dem grünen Kardamom.

Die schwarze Variante stammt häufig aus Nepal und hat einen herben, leicht rauchigen Geschmack. Dieses Gewürz wird häufig zum Verfeinern für deftige und herzhafte Speisen verwendet. Die grüne Variante hingegen, wird eher bei süßen Speisen verwendet und stammt oft aus Sri Lanka oder Thailand.

Platz 2 – Vanille

Bereits die Azteken verwendeten Vanilleschoten, besonders um damit Kakao-Getränke zu verfeinern. Der Aztekenkönig Montezuma II. trank angeblich jeden Tag rund fünfzig Tassen dieses Gebräus. Im 19. Jahrhundert schließlich brachten niederländische Händler die Pflanze auch nach Europa. Früher den Adligen und reichen vorbehalten, ist Vanille heute weiter verbreitet, aber denn noch äußerst kostspielig. Mit einem Preis etwa 3-5 Euro pro einzelner Schote, ist Vanille das zweitteuerste Gewürz der Welt.

Traditionell unterliegt Vanille starken Preisschwankungen. 1985 etwa brachte Coca-Cola die New Coke auf den Markt. Diese Cola wurde mit synthetischem Vanillin produziert, woraufhin die Großhandelspreise des Gewürzes ins Bodenlose fielen. In Folge kam es in Madagaskar, das sehr vom Vanille-Handel abhängt, zu einer regelrechten Wirtschaftskrise. Die Preise und damit die Wirtschaft von Madagaskar erholten sich erste wieder, als die New Coke am Markt floppte und wieder aus dem Programm genommen wurde. Im Jahr 2002 hingegen führte Coca-Cola die Vanilla Coke ein, eine Cola auf Basis von echter Vanille. Der gestiegene Bedarf des Gewürzes und politische Instabilitäten in den Anbaugebieten führten zu einer Preisexplosion – der Kilopreis stieg in Folge auf über 500 Dollar, konnte sich jedoch in den Folgejahren wieder stabilisieren.

Platz 1 – Safran

Der Spitzenreiter unter den Edelgewürzen lässt die Konkurrenz ganz weit hinten, wobei die Preise sehr stark von der Qualitätsstufe abhängen. Niedrigere Qualitäten sind bereits für 3.000 Euro das Kilo zu haben, während die besten Qualitäten bis zu 14.000 Euro pro Kilo kosten. Gewonnen wird dieses Gewürz aus den aromatischen Blütennarben der Safranpflanze, Crocus Sativus. Diese spezielle Krokusvariante wächst vor allem im Mittelmeerraum, sowie in Iran und Kaschmir. Safranpflanzen blühen lediglich einmal im Jahr und die Blüte dauert nur für zwei Wochen an. In dieser Zeit werden die Safran-Blüten aufwendig per Hand geerntet. Noch dazu kann die Ernte nur früh morgens erfolgen, da Sonnenlicht das edle Safran-Aroma zerstört. Nach der Ernte werden aus den Blüten die kostbaren Safranfäden entfernt. Zur Herstellung von einem Kilogramm dieses Edelgewürzes werden rund 200.000 Blüten benötigt!

Die extrem aufwendige Herstellung treibt die Preise dieses Gewürzes in die Höhe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Safran auch schon seit langer Zeit gefälscht wird. Die Färberdistel etwa wird häufig als Safran-Imitat verwendet. Ähnlich dem Safran, färbt auch dieses Gewürz Speisen ein, bringt jedoch kein eigenes Aroma mit sich. Um Fälschungen entgegenzuwirken, existieren sogar internationale und nationale Standards für den Safran.

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