Der Delikatessenblogger

Edle Delikatessen. Und mehr.

Februar 25, 2014
von Marcel
Keine Kommentare

Tee aus Panda-Kot

Einen Kaffee aus dem Kot von indonesischen Schleichkatzen – den Kopi Luwak Kaffeegibt es ja schon lange. Die Tiere fressen Kaffeekirschen, von denen im Magen durch den Verdauungsprozess die äußere Schicht abgetragen wird. Die übrig gebliebenen Kaffeebohnen werden von den Schleichkatzen wieder ausgeschieden und anschließend in mühevoller Handarbeit aufgesammelt, gesäubert und schließlich geröstet. Der so entstandene Kaffee ist ein äußerst teures Luxusprodukt, dass über einen besonders weichen Geschmack verfügen soll. Jährlich werden davon gerade mal rund 300 Tonnen produziert, die für einen Preis von ca. 30 Euro pro 100 Gramm im Handel erhältlich sind.

Die teuerste Teesorte der Welt?

Was der Panda wohl über den Tee aus seinem Kot denkt? ©pixabay/PublicDomainPictures

Was der Panda wohl über den Tee aus seinem Kot denkt? – © pixabay/PublicDomainPictures

Nun soll als Pendant zum exklusiven Kopi Luwak Kaffee auch ein Tee aus Panda-Kot auf den Markt kommen. Die Idee dazu stammt vom chinesischen Unternehmer und Kalligrafielehrer An Yanshi. Der Dung von Pandabären soll dabei als Dünger für den Tee dienen und so ein besonders hochwertiges Endprodukt hervorbringen. Der Geschäftsmann will es damit schaffen, die bislang teuerste Teesorte der Welt auf den Markt zu bringen. Über den Verkaufspreis des Tees aus Panda-Kot hat Yanshi auch bereits genaue Vorstellungen. Etwa 27.000 Euro soll ein halbes Kilo des Luxus-Tees kosten. Dies gilt jedoch nur für die erste Ernte, bereits die zweite Charge des Tees soll etwas günstiger erhältlich sein, aber immer noch etwa 2.300 Euro kosten. Der Panda-Kot sei dabei besonders reich an Nährstoffen und damit jedem handelsüblichen Dünger überlegen. Ein damit gedüngter Tee soll nicht nur beim Abnehmen behilflich sein und Krebs vorbeugen, sondern sogar vor gefährlicher Strahlung schützen. Seine chinesischen Landsleute reagierten auf diese Aussagen jedoch eher mit Spott, als mit Begeisterung. Die Idee zum Tee aus Panda-Kot kam dem Geschäftsmann bei einem Lehrgang über Pandas. Hier erfuhr er, dass die Tiere sich von Bambuspflanzen ernähren und nur etwa ein Drittel der enthaltenen Nährstoffe verarbeiten können. Der Rest wird über den Kot wieder ausgeschieden. Daher sieht Yanshi den Panda-Mist als den perfekten biologischen Dünger zur Teeproduktion.

Wie schmeckt der Tee denn überhaupt?

Teeplantage

Wunderprodukt oder Marketinggag? – © pixabay/FonthipWard

Um sein Geschäft zu starten, hat der Unternehmer gleich einmal ganze elf Tonnen Panda-Kot gekauft, die er von einer Zuchtstation für Pandas bezogen hat. Um sich vor Nachahmern zu schützen, ließ er seine Idee für Tee aus Panda-Kot sogar patentieren. Yanshi ist von seiner Idee derart überzeugt, dass er sogar seinen Beruf kündigte und in Interviews im Pandakostüm auftritt. Dennoch überlässt Yanshi bei seinem Tee aus Panda-Kot nichts dem Zufall und bedient sich sogar chinesischer Zahlenmystik, um den Erfolg seiner Geschäftsidee sicherzustellen. Der Einführungspreis von 219.000 Yuan hat gleich zweierlei Bedeutung. Die Zahl 21 repräsentiert das 21. Jahrhundert, während die 9 bei den Chinesen eine lange Lebenserwartung symbolisiert. Damit will der Geschäftsmann gleichzeitig die Modernität, als auch die gesundheitlichen Vorzüge seines Luxus-Tees hervorheben. Ob der Tee aus Panda-Kot nun wirklich das Wunderprodukt ist, als das der chinesische Unternehmer anpreist, ist unklar. Eins steht jedoch fest, der findige Geschäftsmann hat bereits jetzt einen Riecher für effektives Marketing bewiesen. Mit seiner ausgefallenen Idee konnte er sich weltweit ins Gespräch bringen und einen hohen Bekanntheitsgrad seines Produkts erreichen, bevor dies überhaupt im Handel erhältlich ist. Dabei steht noch nicht einmal fest, ob der Tee überhaupt schmackhaft ist, da Yanshi selbst noch keine Probe davon anzubieten hatte.

Dezember 19, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Edel Wasser

Wasser

Wasser – Quelle des Lebens – Copyright by Wikipedia/Zinnmann

Wasser ist überlebenswichtig und jeder Mensch sollte pro Tag mindestens zwei bis drei Liter davon trinken. Das ist auch den meisten bekannt. Was jedoch nur wenige wissen, auch beim Wasser hat sich ein Markt für teure Lifestyle- und Markenprodukte gebildet. Während für viele billiges Supermarktwasser oder Kranwasser – also Wasser aus dem Wasserhahn – genug ist um den Durst zu stillen, reicht dies den echten Wasser-Connaisseuren nicht aus. Für die Feinschmecker unter den Wassertrinkern muss es schon Edel-Wasser sein, importiert aus exotischen Ländern und abgefüllt in aufwendig designten Wasserflaschen. Die fünf teuersten und luxuriösesten Edel-Wässer stellt der folgende Artikel vor.

1. Fiji Water

Das Fiji Water wird, wie der Name es schon andeutet, auf den im Südpazifik gelegenen Fischi-Inseln abgefüllt. Der Hersteller dieses Edel-Wassers wirbt damit, dass das Fiji Water besonders frei von den Einflüssen der Umweltverschmutzung, des sauren Regens und von Industrieabfällen sei. Wer sich aber mit solchem Wasser etwas besonders gutes tun möchte, muss nicht gleich das teure Fiji Water vom anderen Ende der Welt importieren. Deutsches Leitungswasser ist ein streng kontrolliertes Qualitätsprodukt und gehört erwiesenermaßen zu den saubersten Wässern der Welt. Die rund 4 Euro pro halbem Liter Fiji Water kann man sich also getrost sparen.

2. 420 Below

Auch der Hersteller des Edel-Wassers 420 Below wirbt mit der außergewöhnlich hohen Qualität seines Produktes. Dieses Wasser wird in Neuseeland abgefüllt und stammt aus dem Inneren eines inaktiven Vulkans. Da das Edel-Wasser auf seinem Weg zur Oberfläche durch zahlreiche Schichten Vulkan-Gesteins gefiltert wird, erhält es so angeblich seinen besonders weichen Charakter. Der Preis liegt bei etwa 6 Euro pro halbem Liter.

3. 10 Thousand BC

Dieses Edel-Wasser besteht zu 100% aus reinstem Gletschereis, das bereits vor über 10.000 Jahren eingefroren ist – daher auch der Name 10 Thousand BC. Das Gletschereis gilt durch sein hohes Alter als äußerst rein und unbeeinflusst von jeglichen Chemikalien und Schwermetallen. Abgefüllt wird dieses Edel-Wasser direkt am abgelegenen Gletscher selbst. Angeblich wird diese Marke sogar von einigen europäischen Königshäusern getrunken und ist auch in Luxushotels, wie etwa dem Hilton in Las Vegas zu bekommen. Der Preis liegt bei rund 18 Euro pro Liter.

4. Bling H20

Weniger auf ein hochwertiges Produkt, als viel mehr auf ein aufwendiges Äußeres setzt der Hersteller von Bling H20. Dieses Edel-Wasser wird im US-Bundesstaat Tennessee abgefüllt und kommt in besonders luxuriösen Flaschen in den Handel, die – entsprechend dem Namen – mit echten Swarovski-Kristallen besetzt sind. Besonders unter Prominenten soll dieses Edel-Wasser sehr beliebt sein. Eine Flasche dieses kristallbesetzten Wässerchens ist bereits für rund 30 Euro zu haben. Wem das nicht genug ist, für den bietet der Hersteller sogar noch eine eigene Modelinie an, bei der sämtliche Accessoires natürlich ebenfalls mit Kristallen aus dem Hause Swarovski verziert sind. So wird die Wassermarke sogar zum modischen Statement!

5. Rokko no Mizu

Bei dem Rokko no Mizu handelt es sich um ein echtes Luxus-Wasser aus Japan, das für sagenhafte 124 Euro pro Liter zu haben ist. Dieses Edel-Wasser stammt aus dem Rokkö-Gebirge in der Provinz Kobe, die ganz nebenbei auch noch Heimat des weltberühmten Kobe-Beefs ist. Da in Japan und besonders in der Gegend rund um dieses Gebirge eine unüblich große Anzahl an Menschen leben, die über einhundert Jahre alt werden, wird das Rokko no Mizu als regelrechter Jungbrunnen vermarktet, was auch den exorbitant hohen Preis erklärt. Wer es jedoch etwas günstiger haben möchte, kann das Wasser in Japan selbst für gerade mal etwa einen Euro pro Flasche trinken.

Leitungswasser in hübschen Flaschen

Während die Käufer solcher luxuriösen Wassermarken natürlich von der hohen Qualität dieser Produkte überzeugt sind, stellt sich für Otto-Normalverbraucher dennoch die Frage, ob der hohe Preis solcher Edel-Wässer überhaupt gerechtfertigt ist. Die Vermutung liegt nahe, dass der Preis sich oftmals mehr über geschicktes Marketing ergibt, als über eine außerordentlich hohe Wasserqualität.

In Fall des Edel-Wassers der Marke Voss aus Norwegen konnte ein TV-Sender sogar nachweisen, dass es sich um nichts anderes als normales norwegisches Leitungswasser handelt. Der Hersteller dieser Marke gab dies sogar bereitwillig zu, betonte aber dennoch, dass sein Edel-Wasser nichtsdestotrotz äußerst hohe Qualitätsansprüche erfüllt. Noch dazu kommt das Wasser in schick designten Flaschen von Calvin Klein, die äußerlich an Parfümflaschen erinnern. So bekommt man für rund 6 Euro pro Liter immerhin noch eine schöne Flasche verkauft – auch wenn der Inhalt nur Leitungswasser ist.

Oktober 17, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Luxus Biersorten

Für manch einen Biertrinker ist es ja schon ein Skandal, wenn für ein Maß Bier auf dem Oktoberfest in München ganze 10 Euro aufgerufen werden. Das ist jedoch noch gar nichts im Vergleich zu einigen Luxus-Biersorten, die unter Kennern und Sammlern Höchstpreise erzielen.

Carlsberg – Vintage No. 2

Den Anfang macht das Vintage No. 2 vom dänischen Hersteller Carlsberg. Diese limitierte Sonderedition enthält nur 600 Flaschen, die für spektakuläre 270 Euro pro Stück in den Handel kamen. Das Bier ist in insgesamt fünf unterschiedlichen Designs erhältlich, die vom chilenischen Künstler Marco Evaristti entworfen wurden. Carlsberg hält sich bei der Mixtur dieses Edelbieres nicht an das Deutsche Reinheitsgebot, das Vintage No. 2 enthält feine Aromen von Vanille, Kakao und auch einen rauchigen Unterton. Bier-Connaisseure werden es zu schätzen wissen! Das Vintage No. 2 von Carlsberg ist nicht nur äußerst teuer, sondern gilt auch als eines der hochwertigsten Luxus-Biersorten weltweit.

Nail Brewing Co. – Antarctic Nail Ale

Galt das Carlsberg Vintage No. 2 eine Zeitlang als teuerstes Bier weltweit, so musste es diesen Titel an das Antarctic Nail Ale der Nail Brewing Co. mit Sitz in Perth, Australien abtreten. Das Bier wurde zur Unterstützung der Sea Shepherd Conservation Society gebraut. Diese Organisation, die sich gegen den Walfang einsetzt, brachte von einer Demonstration auf dem offenen Meer naturbelassenes Eiswasser mit und ließ daraus die arktische Luxus-Biersorte brauen. Das Antarctic Nail Ale ist auf eine Stückzahl von nur 30 Flaschen begrenzt und brachte beim Verkauf ganze 800 US-Dollar für eine einzige Flasche ein. Der Erlös aus dem Verkauf des Edelbiers wird dazu genutzt, gegen illegale Walafangflotten aus Japan vorzugehen.

Klosterbrauerei Irsee – Abts Trunk

Der Abts Trunk wurde von der Klosterbrauerei Irsee im Allgäu vor gut 30 Jahren zum 800. Jubiläum des Klosters gebraut. Diese Sonderedition gilt als das teuerste Luxus Bier aus deutschen Landen. Der Abts Trunk wurde streng nach deutschem Reinheitsgebot hergestellt und zusätzlich mit einigen Kräutern versehen. Das Endprodukt wurde darüber hinaus über Monate in handgefertigten Steingutflaschen eingelagert. Der Abts Trunk ist sehr würzig und mit einem Alkoholgehalt von knapp 11 Prozent auch recht stark. Nach Angaben des Klosterabts Herbert Paulus ist der Abts Trunk eher als Likör geeignet, denn als herkömmliches Bier. Dennoch ist der Duft dieser Luxus-Biersorte typisch für Erzeugnisse der Klosterbrauerei Irsee und hat eine feine Kräuternote.

Zum Erscheinen dieser Sonderedition wurde die Literflasche für 33 DM gehandelt. Unter Sammlern ist das Luxus-Bier inzwischen jedoch eine gefragte Rarität und die edlen Steingutgefäße erreichen in den einschlägigen Auktionshäusern mehr als tausend Euro pro Flasche, wenn man sie überhaupt noch findet.

Original Löwenbräu aus dem Hindenburg Zeppelin

Der mit Abstand höchste Verkaufspreis für eine einzelne Flasche Bier, wurde für Löwenbräu erzielt, das den Absturz des Hindenburg Zeppelins in den 1920er Jahren überlebte. Ganze sechs Flaschen Löwenbräu überstanden damals das Flammeninferno der Hindenburg und konnten aus dem Wrack des Zeppelins geborgen werden. Eine davon gelangte in den Handel. Bei einer Auktion 2009 erreichte die Flasche einen Verkaufspreis von ganzen 11.000 Euro. Der Verbleib der restlichen Bierflaschen ist bis heute nicht geklärt.

Oktober 9, 2013
von Marcel
1 Kommentar

Edle Speisepilze

Weltweit gibt es rund 2.000 verschiedene Pilzsorten, die zum Verzehr geeignet sind. Allerdings zählen nur die wenigsten davon zu den wirklich edlen Speisepilzen. Der folgende Artikel stellt fünf verschiedene Speisepilze vor.

Steinpilz

Gemeiner Steinpilz

Steinpilz – Copyright by Wikipedia/Strobilomyces

Der Gemeine Steinpilz zählt zur Königsklasse unter den deutschen Speisepilzen und lockt jedes Jahr zur Pilzsaison zahlreiche Pilzsammler in die Wälder. Je nach Saison und Verfügbarkeit der Steinpilze können die Preise stark schwanken, ein Kilo kostet ungefähr zwischen 20-40 Euro. Mit einer großen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen sind Steinpilze nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch äußerst gesund. Noch dazu ist der Steinpilz vom Aussehen her nicht mit giftigen Pilzsorten zu verwechseln, was ihn besonders für unerfahrene Pilzsammler attraktiv macht. Steinpilze sind meist an schattigen Stellen zu finden, dort gefällt es ihnen am besten.

Spitzmorchel

Spitzmorchel – Copyright by Wikipedia/Jörg Hempel

Spitzmorcheln sind äußerst beliebte Edelpilze, die in freier Wildbahn für Sammler nur schwer auffindbar sind. Sie sind in der Regel gut getarnt, da sie ihre Farbe der näheren Umgebung anpassen und so mit bloßem Auge oft schwer zu erkennen sind. Erfahrene Sammler wissen jedoch, wo sie die Spitzmorcheln finden können und verfügen auch über die entsprechende Geduld, um diese edlen Speisepilze zu finden. Spitzmorcheln wachsen besonders auf sandigen Böden, an Waldrändern sowie in Gebieten, in denen kürzlich ein Waldbrand stattgefunden hat. Nach einem Waldbrand ist die Spitzmorchel das erste Gewächs, was sich auf der verbrannten Erde wieder ansiedeln kann. Spitzmorcheln sind im Handel sehr teuer, da sie in Deutschland unter Naturschutz stehen und aufwendig importiert werden müssen. 100 g getrocknete Spitzmorcheln kosten zwischen 60 und 130 Euro, je nach Qualitätsstufe.

 Champignon

Champignon-Pilze Copyright by Wikipedia/Ak ccm

Weiße und braune Champignons zählen zu den edlen Speisepilzen. Die sind aber im Handel dennoch zu erschwinglichen Preisen zu erhatlen, da sie in großen Mengen in Pilzkulturen angebaut werden. Die Champignon-Zucht geht auf das 17. Jahrhundert zurück, zu dieser Zeit wurden Champignons bereits von Ludwig XIV. als begehrte Delikatesse geschätzt. Pariser Gärtner entdecken, dass sich Champignons auch züchten ließen und schnell wurden viele Kellergewölbe zu Pilzkulturen umfunktioniert. Während der Champignon also lange Zeit als edle Delikatesse galt und den reichen und vornehmen Gesellschaftsschichten vorbehalten war, wurde er mit der Zeit immer billiger und damit auch für weniger gut betuchte Feinschmecker erschwinglich.

 Austernpilz

Auch der Austernpilz zählt zu den Kulturpilzen und ist unter Feinschmeckern besonders aufgrund seines kräftigen Geschmacks beliebt. Dieser edle Speisepilz ist besonders lecker im Salat mit etwas Rucola oder in einer Gemüsepfanne. In Deutschland ist der Austernpilz auch hin und wieder in Laubwäldern zu finden, im Handel erhältliche Austernpilze sind jedoch in der Regel Zuchtpilze. Angebaut werden die Austernpilze in speziellen Hallen auf Getreidestrohsäcken. Der Vorteil bei den Kulturpilzen ist, dass sie das ganze Jahr über erhältlich sind und auch sehr sauber in den Handel kommen.

Trüffel

Trüffel – Copyright by Wikipedia/Natr

Der Trüffel ist der Rolls Royce unter den edlen Speisepilzen und erzielt im Handel absolute Höchstpreise. Einige Trüffelsorten können auf dem Markt für mehr als 8.000 Euro pro Kilogramm gehandelt werden. Die mit Abstand teuerste Trüffelsorte ist der weiße Trüffel. Da dieser edle Speisepilz derart teuer ist, versuchen Fälscher regelmäßig, billige Pilzsorten als Trüffel auf den Markt zu bringen, die sich äußerlich kaum vom Original unterscheiden. Um diesen Trüffel-Fälschungen vorzubeugen gibt es eine Reihe verschiedener Testmethoden, zur Verifizierung von echten Trüffeln. Dazu zählen etwa ein DNA-Test oder eine mikroskopische Analyse.

Juli 4, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Culatello Schinken – Delikatesse aus Tradition

Culatello oder auch Culatello di Zibello ist ein Edelschinken aus Italien und wird dort in der Poebene, in der Provinz Parma hergestellt. Unter Feinschmeckern und Connaisseuren gilt der Culatello Schinken als ausgemachte Delikatesse und wird sogar noch mehr geschätzt als der Parmaschinken, der ebenfalls aus der selben Region stammt.

Bei dem Culatello Schinken handelt es sich um ein äußerst traditionsreiches Produkt, das bereits während des 15. Jahrhunderts hergestellt wurde. Auch heute noch wird der Culatello Schinken auf die selbe Weise produziert, wie vor rund 600 Jahren. Hergestellt wird der Schinken nur in einigen kleinen Dörfern und Gemeinden in der Parma-Region, etwa in Busseto, San Secondo, Sissa und natürlich auch dem namensgebenden Zibello. Nur an diesen Orten herrschen die entsprechenden Klimabedingungen, um den Culatello Schinken herstellen zu können.

Die Produktion des Culatello Schinken ist reine Handarbeit und wird heute noch genau so gemacht, wie schon vor hunderten von Jahren. Für den Schinken wird nur das Fleisch von zwei besonderen Schweinesorten verwendet, den Nero di Parma und den Mora Romagnola. Diese kleinen, schwarzen Schweine werden ganz traditionell in Freilandhaltung aufgezogen und über den Verlauf von 2 Jahren nur mit Eicheln und Mais gemästet, bevor sie für die Schlachtung bereit sind. So werden die Tiere schön fett und produzieren Schinken, die bis zu 20kg schwer sein können.

Nachdem die Schweine geschlachtet sind, werden die Schinken über ein Jahr lang in einer Schweineblase gelagert, damit sie in Ruhe reifen können. Bevor der Lagerungsprozess beginnt, werden die Culatello Schinken noch mit einer Mischung aus Rotwein und frischem Knoblauch bedeckt. Zur Lagerung geht es dann in einen Raum mit offenem Fenster.

Ab diesem Punkt kommt das spezielle Klima ins Spiel, das nur in der Parma-Region vorzufinden ist und für die Herstellung des Culatello Schinken so wichtig ist. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit beginnt die Schweineblase zu schimmeln, ohne dass der Schinken selbst davon betroffen ist. Die Enzyme des Schimmels durchdringen die Schweineblase und ziehen in das Fleisch ein. So entsteht der ganz besondere Geschmack des Culatello Schinken. In trockeneren Regionen ist eine Herstellung auf diese Weise nicht möglich, da der Schimmel hier nicht überleben kann. Während der Wintermonate werden die Schinken in Kellerräumen eingelagert.

Unter Kennern ist der Culatello Schinken absolut begehrt und wird auch als der König der Schinken bezeichnet. Er wird am liebsten in ganz dünnen Scheiben gegessen – pur oder auch auf einer Scheibe frischgebackenem Bauernbrot. Durch die sehr aufwändige Produktionsweise wird der Culatello Schinken nur in sehr kleinen Mengen hergestellt. In der Regel sind es gerade mal 12.000 bis 13.000 Exemplare pro Jahr. Zum Vergleich – vom Parmaschinken werden hingegen jährlich knapp 10 Millionene Exemplare produziert!

Das hat natürlich Auswirkungen auf den Preis. Der Culatello Schinken kann einen Kilopreis von über 200 Euro erreichen, abhängig vom Herstellungsjahr und von der produzierten Stückzahl dieses Jahrgangs. Ganz wie die spanische Schinkenspezialität Jamón Iberico de Bellota ist der Culatello Schinken also kein preiswertes Vergnügen. Dafür entschädigt der besonders edle Geschmack allerdings die hohen Kosten.

Innerhalb der EU ist der Schinken mit dem DOP-Siegel (Denominazione d’Origine) geschützt. Anders als normale Schinkensorten, zählt der Culatello in Italien als Wurstware, da der Reifungsprozess nicht mit den Knochen erfolgt.

März 26, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Le Gruyère – Schweizer Edelkäse

Bei dem Le Gruyère (auf Deutsch: Geryerzer) handelt es sich um einen Hartkäse aus der Schweiz, der aus naturbelassener Kuhmilch hergestellt wird. Dieser Käse ist schon seit Jahren unter Feinschmeckern äußerst beliebt und gewann unter anderem die Weltkäsemeisterschaft 2008, wo er sich gegen rund 2000 Konkurrenten durchsetzen konnte. Überzeugt wurde die fachkundige Jury besonders vom vollmundigen und fruchtigen Charakter des Edelkäses.

Hergestellt wird diese Spezialität in der Westschweiz, wo die Käseproduktion auf eine äußerst lange Tradition zurückblicken kann. Historische Urkunden der Abtei von Rougemont lassen darauf schließen, dass hier bereits im Jahr 1115 Käse hergestellt und gehandelt wurde. Ab 1602 wird auch der Le Gruyère erstmals erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt bat die Freiburger Regierung französischen Abgesandten insgesamt 14 Laibe dieses Traditions-Käses als Präsent an. Heutzutage ist der Name Le Gruyère Switzerland eine geschützte Herkunftsbezeichnung, nicht nur in der Schweiz sondern weltweit. Hergestellt werden darf der Käse damit nur in einigen wenigen Schweizer Kantonen und nach überliefertem Rezept.

Ein Laib Le Gruyère reicht im Durchmesser von 55 bis 65 cm und bringt 25 bis 40 kg Gewicht auf die Waage. Der Käse ist äußerst zart, kaum brüchig und zeichnet sich durch ein elfenbeinfarbenes Äußeres aus. Durch die Verwendung von besonders hochwertiger Rohmilch erhält der Le Gruyère seinen ganz besonderen feinen Geschmack. Die Kühe werden ausschließlich mit Gras und Heu gefüttert – anders als bei der industriellen Milchproduktion, wo die Tiere häufig Futter mit Konservierungsstoffen zu Fressen bekommen.

Neben der hohen Qualität der Rohmilch ist auch der Reifeprozess ein entscheidender Faktor für die Entstehung des Le Gruyère. Die Reifung muss unter höhlenähnlichen Bedingungen stattfinden, das heißt bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 94% und 98%, sowie bei einer Temperatur zwischen 10 und 12 Grad Celsius. Die genaue Einhaltung dieser Klimafaktoren ist äußerst wichtig. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit kann die Rinde schnell klebrig werden, während bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit der Käse Gefahr läuft auszutrocknen. Während des Reifeprozesses wird der Käse regelmäßig gewendet und zusätzlich mit Salzwasser abgewaschen.

Kaufen kann man den Le Gruyère in einer Reihe unterschiedlicher Reifestufen. Über fünf Monate gereift, erhält der Käse die Bezeichnung mild (doux), nach sieben Monaten ist er reif (salé). Der reife Le Gruyère ist besonders für schmackhafte Käsegerichte oder auch Käseplatten geeignet. Vereinzelt wird auch zwischen dem Reifegrad mi-salé (sieben bis acht Monate) und salé (neun bis zehn Monate) unterschieden. Länger gereift ist der Käse besonders zum Kochen gut geeignet, da sein Eigengeschmack recht dezent bleibt und andere Zutaten nicht überdeckt. Für ein herzhaftes Fondue gibt es auch noch den über 10 Monate gereiften surchoix oder den extra lang gereiften vieux, der über 15 Monate eingelagert wird.

Gourmets schätzen besonders den echten höhlengereiften Käse, der über neun Monate in Steinhöhlen eingelagert wird. Bei dieser Variante existieren keine Vorgaben für die Reifegrade, weshalb die genannten Bezeichnungen keinen Rückschluss mehr auf die tatsächliche Lagerdauer schließen lassen. Komplett ausgereift ist aber immer noch der Premier Cru, der über mindestens 14 Monate eingelagert wird. Dieser Käse konnte schon mehrfach bei den World Cheese Awards den Titel des Besten Käses weltweit gewinnen, unter anderem in den Jahren 1992, 2002, sowie im Jahr 2005.

März 19, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Die 5 höchsten Restaurants der Welt

Edle Restaurants gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Neben einem Angebot an vorzüglichen Speisen und Getränken müssen sich die Betreiber dieser Etablissements daher allerhand einfallen lassen, um sich möglichst von der vielfältigen Konkurrenz abzusetzen. Einige Lokale setzen dabei besonders auf luftige Höhen – der Gast soll so die Möglichkeit haben, während seinem Besuch neben Essen und Trinken auch noch eine fantastische Aussicht serviert zu bekommen. Die fünf höchsten Restaurants der Welt stellt der folgende Artikel vor.

5. Berliner Fernsehturm – Berlin

Berliner Fernsehturm - Copyright by Wikipedia/Taxiarchos228

Berliner Fernsehturm – Copyright by Wikipedia/Taxiarchos228

Der Berliner Fernsehturm ist das Wahrzeichen der deutschen Bundeshauptstadt und mit 368 Metern das höchste Gebäude in ganz Deutschland. Auf 207 Meter Höhe befindet sich hier ein drehendes Restaurant, welches in etwa einer Stunde einmal komplett um seine eigene Achse rotiert. Für Gäste eine ideale Gelegenheit, bei ausgezeichneter internationaler und Berliner Küche eine fantastische Aussicht über die deutsche Hauptstadt zu genießen.

4. Sky Bar & Restaurant – Bangkok

Aussicht auf Bangkok aus der Sky Bar - Copyright by Wikipedia/Alter

Aussicht auf Bangkok aus der Sky Bar – Copyright by Wikipedia/Alter

Die Sky Bar befindet sich in luftiger Höhe von 242 Metern im Lebua Tower und bietet den Besuchern einen fantastischen 360 Grad Panorama-Ausblick über die Millionenmetropole Bangkok. Damit ist die Sky Bar die höchste Open-Air Bar der Welt.

International bekannt wurde diese Lokalität nicht zuletzt durch ihren Gastaufritt im Film Hangover 2. Seit dem Erfolg des Filmes gibt es hier auch den exklusiven Hangovertini zu kaufen – eine Mischung aus grünem Tee, Apfelsaft, Martini Rosso und Rosmarinhonig. Eine ideale Location, um bei einem Cocktail den Blick über die Millionen von Lichtern der thailändischen Hauptstadt schweifen zu lassen.

3. Tokyo Sky Tree – Tokyo

Skytree in Tokyo - Copyright by Wikipedia/Kakidai

Skytree in Tokyo – Copyright by Wikipedia/Kakidai

Bei dem Tokyo Sky Tree handelt es sich um den höchsten Fernsehturm der Welt, der mit beeindruckenden 634 Metern Höhe nach dem Burj Khalifa das zweithöchste Gebäude weltweit darstellt. Im Sky Tree sind zwei verschiedene Aussichtsplattformen auf Höhe von 350 bzw. 450 m Höhe vorhanden, von denen die untere Plattform ein drehendes Restaurant enthält.

Beim Bau des Turmes konnten sich die Architekten einen kleinen Scherz nicht verkneifen – beim Benutzen der Toiletten haben Besucher einen Ausblick über den östlichen Stadtteil, der wohl bei den Bauherren wenig beliebt war. Mit 345 m Höhe belegt das Restaurant im Sky Tree den dritten Platz.

2. CN Tower – Toronto

CN Tower in Toronto - Copyright by

CN Tower in Toronto – Copyright by

Der CN Tower ist ebenfalls ein Fernsehturm und auch hier dreht sich das Restaurant um seine eigene Achse. Ein Besuch hier lohnt sich auf jeden Fall – der happige Eintrittspreis von $35 ist bei einem Besuch des Restaurants in der Rechnung enthalten. Auch langes Anstehen und drängelnde Touristenmassen können so durch eine Reservierung vermieden werden. Eine Höhe von 351 m sichert dem Restaurant im CN Tower den dritten Platz der weltweit höchsten Restaurants.

1. At.mosphere – Dubai

Burj Khalifa in Dubai - Copyright by Nicolas Lannuzel

Burj Khalifa in Dubai – Copyright by Nicolas Lannuzel

Der erste Platz unter den höchsten Restaurants der Welt geht an das At.mosphere in Dubai – eine Stadt voller Superlative. Neben Mega-Projekten wie der künstlichen Inselgruppe „The World findet sich hier die größte Indoor-Skianlage und mit dem Burj Khalifa auch das höchste Gebäude der Welt.

Das Burj Khalifa ist sagenhafte 828 Meter groß und beherbergt im 122. Stockwerk auf 442 Meter Höhe das Restaurant At.mosphere. Wie nicht anders zu erwarten wird hier auch bei der Einrichtung und beim Essen geklotzt und nicht gekleckert. Die Gäste finden sich hier in luxuriösen, mit Mahagoniholz und handgewobenen Teppichen verzierten Räumlichkeiten wieder und haben die Möglichkeit zwischen ausgezeichneten Gourmet-Menüs zu wählen.

 

März 14, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Gesunde Ernährung – Zu viele Experten verderben den Brei

Ernährungsexperten sagen uns, wie wir uns am besten gesund ernähren können. Das ist prima, denn wir wollen schließlich lange leben und dabei agil und selbstbestimmt bleiben. Lange sind die Nachkriegszeiten vorbei, in denen wir gar nicht genug Fettpolster auf den Rippen haben wollten und uns mit jeder Zigarette, die wir in den Mund nahmen, ein bisschen internationaler und weltoffener zu fühlen glaubten. Das gesunde Leben ist heute fast generationenübergreifend zum Lebensmotto geworden und neben einer täglichen Dosis Sport und ein paar Sonnenstrahlen um unseren Vitamin-D Haushalt aufzutanken ist die Ernährung die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Leben.

Keine Angst vor der nächsten Mahlzeit

Doch Ernährungsexperten gibt es viele und auch Experten sind sich nicht immer einig. Mal sind die Kohlenhydrate die Wurzel allen Übels, die zur Fettleibigkeit und einem hohen Cholesterinspiegel führen sollen, mal ist es das Eiweiß. Der Genuss eines Frühstückseis galt viele Jahre lang als ungesund, später wurde dies wieder empfohlen. Wer sich über Lebensmittelskandale in den Medien informiert, dem vergeht die Lust auf regelmäßige Nahrungszufuhr vielleicht bald gänzlich. Doch das kann nicht das Ziel sein. Grundlage für eine gesunde Ernährung sollte auch der Spaß am Essen sein. Denn wer Nahrung nur noch mit schlechtem Gewissen konsumiert und dabei die Angst kultiviert, neues Unglück in seinen Körper hinein zu konsumieren, der wird vermutlich auch mit der gesündesten Nahrung nicht recht glücklich werden. Auch Nahrungsmittelneurosen können zur Krankheit werden.

Gesunde Ernährung mit Feinkost

Feinkost und der Vorsatz einer gesunden Ernährung passen zusammen ein Topf mit Deckel. Doch auch bei der gesündesten Ernährung gilt die Devise: Alles, was in Maßen genossen wird, bleibt gesund und auch den Konsum von gesunden Nahrungsmittel sollte man nicht übertreiben. Denn selbst Wasser kann, im Übermaß genossen, ungesund werden. Und das gilt natürlich auch für die Feinkost, die nicht nur für die Geschmacksnerven interessant sein kann, sondern auch für den gesunden Ernährungsplan.

Der Körper kennt den Weg

Eine Katze rührt keine Nahrung an, die ihr schadet. Das ist natürlich auch wieder nur ein Klischee und wer fettleibige Tiere kennt, der weiß, dass auch unsere Freunde auf vier Pfoten vom Fluch der Zivilisation oft stärker betroffen sind, als wir das vielleicht gerne hätten. Doch im Grunde genommen ist der Körper des Menschen so ausgelegt, dass er (zumindest theoretisch) vor allem dann die richtige Menge an Nahrung zuzuführen verlangt, wenn er das auch wirklich benötigt. Doch Jahrzehnte der industriell gefertigten Nahrung haben uns schon ein wenig durcheinander gebracht. Es verlangt uns nach süßen Früchten, denn diese enthalten die benötigte Dosis an natürlichen Vitaminen, doch wenn wir künstliche Süßigkeiten konsumieren, dann können wir dieses Bedürfnis ebenso gut (oder vielleicht sogar noch viel besser) befriedigen, ohne dass wir dem Körper wirklich jene Nährstoffe zugeführt haben, für die er dieses Bedürfnis eigentlich erschaffen hatte.

Und so ist es kein Schaden, ein bisschen über unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten nachzudenken um den eigenen Körper wieder besser verstehen zu lernen. Vielleicht gelingt es dann, zurück zu kehren zu einer ursprünglichen Ernährung (die durchaus schmackhaft sein kann), die uns weder dick, noch krank macht.

März 11, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Edelsalze

Speisesalz ist aus der Küche nicht wegzudenken. Ohne diesen Geschmacksverstärker wären viele Gerichte einfach nur fade und langweilig. Doch während Salz im Mittelalter noch äußerst rar und begehrt war, ist es heutzutage billig in jedem Supermarkt zu haben. Neben dem gewöhnlichen Speisesalz existiert jedoch auch eine Reihe an äußerst hochwertigen Edelsalzen, die weitaus teurer sind. Eine Reihe davon werden im folgenden Artikel vorgestellt.

Halen Môn Meersalz

Dieses Edelsalz stammt aus Wales und wird hier vor der Küste im Atlantischen Ozean geerntet. Meersalze gelten als die hochwertigsten Salze weltweit und werden von vielen Gourmet-Köchen zur Verfeinerung ihrer Gerichte verwendet. Das Halen Môn ist eines der teuerste Meersalze auf dem Markt und kostet pro Kilo rund 80 Euro. Es wird auch als Mixtur in Verbindung mit echter Vanille aus Tahiti angeboten – diese Köstlichkeit liegt sogar bei rund 150 Euro pro Kilo.

Gewonnen wird das Halen Môn Meersalz lediglich von einem einzelnen kleinen Familienunternehmen von der Isle of Anglesey. Hier stellte das Ehepaar David und Alison Lea-Wilson im kleinen Städtchen Brynsiencyn ursprünglich nur kleine Mengen Meersalz für den Eigenbedarf her. Sie verdampften Wasser aus der Bucht Menai Strait auf ihrem Herd, bis lediglich die Salzkristalle übrig blieben. Zusätzlich räucherten sie das Salz auch noch mit Eichenholz.

Obwohl das Salz erst nur im kleinen Rahmen hergestellt wurde, begann sich ein örtlicher Metzger dafür zu interessieren. Die außergewöhnliche Qualität des Salzes sprach sich sehr schnell rum, so dass innerhalb von wenigen Jahren immer mehr Käufer Schlange standen. Das Halen Môn Salz konnte sich so zu einem der gefragtesten und teuersten Salze weltweit aufschwingen. Inzwischen gehören auch Sterneköche wie Ferran Adrià zu den Kunden des Unternehmens.

Die hohe Qualität des Salzes ergibt sich durch den besonderen Herstellungsprozess. Das verwendete Meerwasser ist dreifach gefiltert – auf natürliche Art durch Muschel- und Sandbänke, sowie anschließend durch eine Aktivkohlefilterung. Jeder Schritt im Herstellungsprozess unterliegt strengen Auflagen und wird unter Einhaltung von organischen Standards durchgeführt. Der Geschmack des Salzes ist sehr mineralisch und äußerst prägnant. Noch dazu ist es reich an wichtigen Spurenelementen wie Zink und Magnesium. Erhältlich ist Halen Môn Meersalz in verschiedenen Variationen – von purem und geräuchertem Meersalz, bis hin zu Gewürzmischungen wie Vanilla Sea Salt und Spiced Sea Salt.

Falksalt Fingersalz

Vergleichsweise günstig ist das Edelsalz der Firma Falksalt, mit einem Preis von rund 60 Euro pro Kilo. Diese Firma gehört zum schwedischen Traditionsbetrieb Salinity, der bereits seit 1830 in der Salzherstellung aktiv ist. Bei dem Fingersalz handelt es sich um die Gourmet-Linie der Firma Falksalt.

Das Salz stammt aus Zypern und wird dort in aufwendiger Handarbeit aus dem Meerwasser geschöpft. Eine Besonderheit bei dem Fingersalz ist, dass es in der Form von kleinen Salzpyramiden geliefert wird. Diese Form ergibt sich aus dem Herstellungsprozess. Die Wellen schlagen das Meerwasser mit Wucht gegen die Felsen, wo es anschließend in kurzer Zeit von der Sonne getrocknet wird. Zurück bleibt reines Meersalz in der Form von kleinen Pyramiden. Das Salz kann mit den Fingern zerrieben und so zur Verfeinerung von Speisen portioniert werden – daher auch der Name Fingersalz.

Neben reinem und geräuchertem Meersalz ist das Fingersalz auch in einer Reihe von Geschmacksrichtungen wie Zitrone, Rosmarin und Knoblauch erhältlich. Für Freunde pikanter Speisen gibt es auch eine extrascharfe Chipotle-Mischung. In Gourmet-Restaurants und Feinkostgeschäften Skandinaviens ist das Falksalt Fingersalz schon lange ein Renner und inzwischen ist es auch in Deutschland in einer Reihe von Supermärkten und Online-Shops erhältlich.

März 5, 2013
von Marcel
Keine Kommentare

Die 3 teuersten Gewürze der Welt

Gewürze sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Bereits unsere Vorfahren, die Steinzeitmenschen, verwendeten Kräuter und Pflanzenteil, um ihre Mahlzeiten zu verfeinern. Im Mittelalter wurden Kriege um Handelsrouten geführt und Gewürze waren wirtschaftlich gesehen so wichtig, wie heute das knappe Erdöl. Unvorstellbar, wie fade unsere Mahlzeiten ohne Zutaten wie Pfeffer, Curry oder Chili schmecken würden. Doch was genau ist eigentlich ein Gewürz?

Bei Gewürzen handelt es sich um Pflanzen, die natürliche Geschmacksstoffe enthalten und dadurch zur Verfeinerung von Speisen benutzt werden können. Streng genommen ist daher Speisesalz auch kein Gewürz! Hierbei handelt es sich nicht um eine Pflanze, sondern um einen mineralischen Geschmacksverstärker. Einige Gewürze sind so selten oder aufwendig herzustellen, dass sie zu teilweise astronomischen Preisen gehandelt werden. Die drei teuersten Gewürze der Welt werden im Folgenden kurz vorgestellt.

Platz 3 –  Kardamom

Mit rund 60 Euro pro Kilogramm ist Kardamom verglichen mit den Spitzenreitern noch recht günstig, jedoch immer noch weitaus teurer als sonstige Gewürze. Kardamom gehört zu der Familie der Ingwergewächse und das Gewürz wird aus der Frucht dieser Pflanzen gewonnen. Hauptsächlich werden diese Gewächse in Indien sowie in Madagaskar angebaut. Das Gewürz verfügt über ein feuriges und pikantes Aroma und spielt besonders in der indischen und arabischen Küche eine wichtige Rolle. Auch zum Verfeinern von Kaffee oder Tee eignet sich dieses Gewürz sehr gut. Kardamom ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich – dem schwarzen sowie dem grünen Kardamom.

Die schwarze Variante stammt häufig aus Nepal und hat einen herben, leicht rauchigen Geschmack. Dieses Gewürz wird häufig zum Verfeinern für deftige und herzhafte Speisen verwendet. Die grüne Variante hingegen, wird eher bei süßen Speisen verwendet und stammt oft aus Sri Lanka oder Thailand.

Platz 2 – Vanille

Bereits die Azteken verwendeten Vanilleschoten, besonders um damit Kakao-Getränke zu verfeinern. Der Aztekenkönig Montezuma II. trank angeblich jeden Tag rund fünfzig Tassen dieses Gebräus. Im 19. Jahrhundert schließlich brachten niederländische Händler die Pflanze auch nach Europa. Früher den Adligen und reichen vorbehalten, ist Vanille heute weiter verbreitet, aber denn noch äußerst kostspielig. Mit einem Preis etwa 3-5 Euro pro einzelner Schote, ist Vanille das zweitteuerste Gewürz der Welt.

Traditionell unterliegt Vanille starken Preisschwankungen. 1985 etwa brachte Coca-Cola die New Coke auf den Markt. Diese Cola wurde mit synthetischem Vanillin produziert, woraufhin die Großhandelspreise des Gewürzes ins Bodenlose fielen. In Folge kam es in Madagaskar, das sehr vom Vanille-Handel abhängt, zu einer regelrechten Wirtschaftskrise. Die Preise und damit die Wirtschaft von Madagaskar erholten sich erste wieder, als die New Coke am Markt floppte und wieder aus dem Programm genommen wurde. Im Jahr 2002 hingegen führte Coca-Cola die Vanilla Coke ein, eine Cola auf Basis von echter Vanille. Der gestiegene Bedarf des Gewürzes und politische Instabilitäten in den Anbaugebieten führten zu einer Preisexplosion – der Kilopreis stieg in Folge auf über 500 Dollar, konnte sich jedoch in den Folgejahren wieder stabilisieren.

Platz 1 – Safran

Der Spitzenreiter unter den Edelgewürzen lässt die Konkurrenz ganz weit hinten, wobei die Preise sehr stark von der Qualitätsstufe abhängen. Niedrigere Qualitäten sind bereits für 3.000 Euro das Kilo zu haben, während die besten Qualitäten bis zu 14.000 Euro pro Kilo kosten. Gewonnen wird dieses Gewürz aus den aromatischen Blütennarben der Safranpflanze, Crocus Sativus. Diese spezielle Krokusvariante wächst vor allem im Mittelmeerraum, sowie in Iran und Kaschmir. Safranpflanzen blühen lediglich einmal im Jahr und die Blüte dauert nur für zwei Wochen an. In dieser Zeit werden die Safran-Blüten aufwendig per Hand geerntet. Noch dazu kann die Ernte nur früh morgens erfolgen, da Sonnenlicht das edle Safran-Aroma zerstört. Nach der Ernte werden aus den Blüten die kostbaren Safranfäden entfernt. Zur Herstellung von einem Kilogramm dieses Edelgewürzes werden rund 200.000 Blüten benötigt!

Die extrem aufwendige Herstellung treibt die Preise dieses Gewürzes in die Höhe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Safran auch schon seit langer Zeit gefälscht wird. Die Färberdistel etwa wird häufig als Safran-Imitat verwendet. Ähnlich dem Safran, färbt auch dieses Gewürz Speisen ein, bringt jedoch kein eigenes Aroma mit sich. Um Fälschungen entgegenzuwirken, existieren sogar internationale und nationale Standards für den Safran.